#Aufschrei, Sexismus, und ein paar Antworten zu oft gestellten Fragen.

Als ich im letzten Beitrag am Donnerstag schrieb, ich wünschte mir eine Sexismus-Debatte, war mir nicht klar, dass diese schon Stunden später los gehen würde – durch die wunderbare aber auch belastende, emotionale und teils schockierende Aktion #Aufschrei auf Twitter. Mittlerweile gibt es etwa 60.000 Tweets von betroffenen Männern und Frauen, die sexistisch behandelt wurden, belästigt wurden, bis hin zu den ganz schlimmen Übergriffen. Die Erfahrungen ziehen sich quer durch alle Altersklassen, durch alle Schichten und durch alle Lebensphären: Beruf, Privatleben, Freundeskreise, Familie, Uni, Schule, … – und genau das zeigt eben, dass Sexismus ein strukturelles Problem ist, dass sich quer durch die Gesellschaft zieht. Weiterhin teilen so wohl Frauen als auch Männer ihre Erfahrungen, jedoch ist der überwältigende Teil der Betroffenen weiblich. Auch das ist kein Zufall: Sexismus ist eine Form der Machtausübung, und die Machtpositionen sind in Deutschland zu großen Teilen männlich besetzt, kein Wunder, es ist eben eine männlich geprägte Gesellschaft.

Ich möchte hier jetzt ein paar Dinge adressieren, die ich in den letzten Tagen immer wieder gehört habe. Nun, erstmal vorweg: 60.000 Tweets würde jede_r Wissenschaftler_in mit Kusshand als Evidenz nehmen, in Studien kommt man kaum an eine so große Datenbasis. Die Aktion auf Twitter deswegen als “unseriös” zu verunglimpfen ist also Quatsch – das Problem lässt sich nicht weg argumentieren, nur weil man das Medium, auf dem es stattfindet, eventuell nicht so gut kennt oder mag. Tendenziell ließe sich lediglich sagen, dass auf Twitter eine eher priveligiertere Masse schreib(en)t (kann), welche in der Gesellschaft einen geringen Anteil ausmacht, und die Dunkelziffer – das ist jetzt von mir persönlich geschätzt – noch viel höher liegen müsste.

So weit so gut. Die Reaktionen waren hier im Blog und in den Diskussionen die ich so mitbekommen habe oft ähnlich, deswegen werde ich sie hier gruppieren und nacheinander abarbeiten.

1. “Ich finde es doof, dass Männer jetzt unter Generalverdacht gestellt werden. Was soll das?!”
Ja, das finde ich auch doof. Das bringt nämlich niemandem etwas. Warum fühlst du dich trotzdem so? Nun, ich schätze, das liegt einerseits an der schieren Masse an Berichten, die auf einmal auf uns hereinstürzten am Wochenende. Von so vielen Männern zu lesen, die sich daneben benehmen, kann vielleicht den Eindruck erwecken, man würde alle verurteilen. Nein! Es geht eben nicht darum, Männer generell unter Verdacht zu stellen, sondern einfach all die “Einzelfälle” zu sammeln. Die Erkenntnis, dass die Gesellschaft eine sexistische ist kann schmerzhaft sein, es geht aber nicht um dich persönlich. Wenn du dich nicht daneben benommen hast, greift dich auch niemand an, und selbst wenn du mal daneben getreten bist, heißt das nicht, dass dich jemand für alle Zeiten ächten wird. Menschen können sich ändern.

2. “Aber Männer werden auch sexistisch belästigt! Betrunkene Frauen greifen mir an den Hintern!”
Ja, und sowas ist genauso daneben. Und gerade dann, sollte doch die Solidarität mit der großen Masse an betroffenen Frauen um so größer sein, oder? Es geht nicht um eine Einteilung in Frauen vs. Männer, sondern darum, wie generell solche Situationen gelöst werden können. Eine wichtige Sache solltest du dir vielleicht noch überlegen: die Übergriffe von Männern sind oft Machtdemonstrationen, zudem sind sie strukturell in der Gesellschaft verankert. Sexismus gegenüber Frauen hat System, anders als bei Männern.

3. “Ich habe eine/fünf/vierzig Freundinnen, denen so etwas noch nie passiert ist/die das nicht stört.”
Das freut mich für sie. Ich wünschte, ich könnte all die Erfahrungen und Erinnerungen wegwischen. Dann sorg bitte jetzt mit dafür, dass sie diese Erfahrung erst gar nicht machen – denn die 60.000 Tweets sind real. Sexismus ist real. Auch wenn ihn deine Freundinnen noch nicht erlebt haben.

4. “Dann wehrt euch halt!”
Nun, sag das mal deiner 10jährigen Tochter, die vor Angst kaum weiß wohin. Oder der 16jährigen Nichte, die sich zu sehr schämt und gerade erst mit ihren neu erwachenden Reizen klar kommen muss. Oder der 30jährigen Kollegin, die den Job braucht und nicht als zickig, verklemmt oder frustriert rüber kommen will. Oder deiner 56jährigen Mutter, die früher auf die Straße gegangen ist, damit sie sich gar nicht erst wehren muss. Fakt ist: man sollte sich gar nicht erst wehren müssen. Jede Frau wird, so wie sie kann, sich zur Wehr setzen – es macht ja keinen Spaß das zu erleben! Was jede Frau kann ist jedoch individuell – und ein bisschen mehr Empathie und ein bisschen weniger Arroganz könnte hier viel helfen.

5. “Was darf man denn überhaupt noch? Wenn ich jetzt Komplimente mache komme ich in den Knast?”
Ich glaube, als erwachsener Mensch sollte jede_r in der Lage sein, ihr/sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Falls nicht – manchmal braucht es einen Außenblick – einfach mit den Betroffenen sprechen: “Hey, ich will dir jetzt nicht zu Nahe treten – darf ich dir sagen, dass dein Blazer hübsch ist?”. Solche Komplimente nimmt sicher jede_r gerne – leider sind solche Äußerungen vor allem im beruflichen Umfeld oft mit Machtdemonstrationen verbunden, Stichwort “Ich erteile dir die Legitimation, das anzuziehen. Ich bestimme, was schön ist.” Weiterhin sind mit solchen Kommentaren auch oft subtil andere Dinge gemeint, Stichwort “Deine Hose macht eine gute Figur”. Generell: solche Äußerungen gegenüber reinen Kolleginnen, die man nicht gut kennt, sollten zu Hause bleiben. Professionelle Distanz. Bei Unsicherheit einfach fragen, ob es die Person stört. Bei Freund_innen / Familie spricht sicher nichts gegen Komplimente – es sei denn, der Person ist das unangenehm. Einfach ein bisschen drauf achten, dann läuft das schon.

6. “Ich will keine amerikanischen Verhältnisse, wo ich nicht alleine Fahrstuhl fahren kann, ohne danach verklagt zu werden.”
Und ich will keine Verhältnisse, wo Frauen unterstellt wird, ihr einziges Lebensziel sei einen Mann auf sexuelle Belästigung zu verklagen, wo sie sich schon allein bei der Beweisaufnahme unglaublich beschämenden Verhören unterziehen muss. Ich will keine Verhältnisse, wo Frauen als Furien dargestellt werden, die alle nur darauf warten, Männer einen Strick draus zu drehen. Und ich will tatsächlich keine amerikanischen Verhältnisse, wo ein Zahnarzt seine Helferin entlassen durfte, weil er “ihr nicht widerstehen” konnte.

7. “Ihr Feministinnen seid so arrogant! Ihr könnt nicht sachlich diskutieren! Ihr nervt!”
Ok, es tut mir leid, wenn ich dich nerve (warum liest du hier gerade oder diskutierst mit?). Und ich weiß auch, dass ich die Debatte die letzten Tage sehr emotional geführt habe. Stell dir mal vor, du wirst fast 28 Jahre lang ständig mit diesen Belästigungen konfrontiert. Jetzt hast du es einigermaßen aus dem Alltag verdrängt, da kommt es alles wieder hoch. An einem Tag. Und, schlimmer noch: du stellst fest, dass du nicht alleine bist. Dass das System hat. Dass auch sich wehren oft nichts bringt und einige Frauen sogar geschlagen wurden. Du fühlst dich hilflos, frustriert, verzweifelt, und beschämt, weil all das wieder gekommen ist. Du bist wütend. Warum passiert das so vielen Frauen? Und dann kommen zehn, zwanzig, dreißig Leute, die all dieselben, ablenkenden Sachen diskutieren wollen, die nichts mit dem Thema zu tun haben: der Stern ist irrelevant, der Zeitraum: irrelevant, all die vorherigen Punkte: irrelevant. Und ja, vielleicht erklärst du es anfangs. Aber dann kommen die ersten Beschimpfungen, die ersten Unterstellungen. Und du hast irgendwann keine Lust, dich jetzt auch noch für deine Erlebnisse rechtfertigen zu müssen.
Natürlich ist es angenehmer, das jetzt auf eine große “feministische Weltverschwörung” einer kleinen Gruppe von Aktivist_innen zu schieben. Das ist es aber nicht. Die Tweets sind real. 60.000 Tweets sind real. Sexismus ist real. Dir mag vielleicht die Gruppe nicht gefallen, die laut kämpft, hey, das ist okay. Aber sollte es dich wirklich daran hindern, mal in Ruhe zu reflektieren?
Abgesehen davon: “die Feminst_innen” gibt es nicht. Es ist eine heterogene Gruppe, und sicher wirst du auch Leute finden, mit denen du in Ruhe mal darüber sprechen kannst. Oder Blogs, die auch Anfänger_innen an das Thema heranführen.

8. “Ich hab immer noch keine Lust, mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Es ist unwichtig.”
foreveralone

25 Kommentare

  1. LisaM

    Danke für diese strukturierte Aufarbeitung. Herrn Jauch hätte diese Liste gestern als Leitfaden durch seine schwammige Sendung gut gebrauchen können. Soviel unterschwelliges Wohlwollen -Kleinrederei wie Alice Schwarzer richtig bemerkte- hätte ich ihm gar nicht zugetraut.
    Toll aber insgesamt, dass diese Diskussion ENDLICH geführt wird!

  2. Pingback: Vom Erfolg des Mems “#Aufschrei” und seiner Vorgeschichte

  3. Pingback: Von Grenzüberschreitungen und der Anstößigkeit sexuellen Begehrens – #Aufschrei

  4. Ilse

    Zwei kleine Waffen gegen Sexismus im Alltag, die ich (und andere Freundinnen) mit vielem Erfolg geprobt haben:
    1. bei wiederholten sexistische Bemerkungen im Büro bzw. Berufsleben (z. B. die blöden Blonden-Witzen, die der Kolleg jeden Tag erzählt) einfach kontern:
    ” es gibt zwei Sorten Männer, die sowas brauchen: die, die noch nicht können und die, die nicht mehr können!” Ich schwöre Euch: dann ist RUHE (leider verstehen solche Männer nur diese Sprache…)
    2. Beim Anlangen, grabschen…. Schnell die Hand des Mannes fangen und hoch heben und ganz laut schreien: “Wem gehört die Hand??? Ach? Die gehört Ihnen? Mein Herr, wenn Ihre Hand stärker als Ihr verstand ist, dann kaufen Sie sich eine LEINE!!!!”
    Ich habe es in der Metro gemacht, als ein Mann hinter mir versucht hat, mich am Po zu packen. Ich hatte alle Lacher auf meine Seite und der Typ ist ganz rot bei der nächste Station sofort ausgestiegen…

    Ich finde es ist Zeit sich zu wehren. Übrigens, um das automatisch zu machen, beim nächsten Mal, stellt Euch es einfach immer wieder vor, wie Ihr reagiert und es wird funktionnieren, weil Ihr es verinnerlicht habt!
    Schöne Grüße

  5. Simone

    Danke für die zwei wunderbaren Blogeinträge! Sie treffen den Nagel genau auf den Kopf. Ich habe mich schon so oft darüber geärgert, wie sehr Frau im alltäglichen Leben mit Sexismus konfrontiert wird. Wo ich kann, gehe ich dagegen an. Aber es ist besonders bei uns in DE ja so was von gang und gäbe, dass es eigentlich unmöglich ist. Erst ein wirkliches Umdenken, besonders bei den Männern, kann zu einer Besserung der Situation führen. Aber, wie man ja aktuell bei Herrn Jauch gesehen hat, da sind wir wohl noch weit davon entfernt.

    Eigentlich kann man’s als Frau ja gar nicht richtig machen:
    - hat man eine eigene Meinung, ist man zickig
    - hat man keine, ist man duckmäuserisch
    - will man einen männerdominierten Beruf ergreifen, ist man Emanze
    - will man das nicht, dann sollte man gleich als Hausfrau zuhause bleiben
    - bleibt man dann zuhause bei den Kids, ist man Heimchen am Herd
    - tut man’s nicht, ist man Rabenmutter
    - hat man was nettes an (muss ja nicht einmal der Minirock und das bauchfreie Top sein), dann hat man’s ja herausgefordert (was immer es auch sei: begraptscht werden, vergewaltigt werden, dumme Sprüche zu hören bekommen, angemacht zu werden)
    - zieht man sich bis oben hin zugeknöpft an, ist man verklemmt
    - will man das gleiche Gehalt, dann heisst’s, man könnte ja demnächst schwanger werden
    - will man nur mal alleine an der Bar ein Gläschen Wein trinken, dann ist man gleich Freiwild
    - sagt man nein, dann will man ja nur den Kerl heiss machen
    - sagt man immer noch nein, dann wird einem erklärt, dass man *dringend* einen Kerl braucht, der’s einem mal so richtig besorgt, weil dann wäre man ja wieder zugänglicher
    - usw…

    Lese ich unsere Regionalzeitung, dann sehe ich überall wunderbare Fotos von
    - Vorständen (männlich)
    - Geschäftsführern (männlich)
    - Vereinsvorstehern (männlich)
    - Firmengründern (männlich)
    - Bankleitern (männlich)
    - Feuerwehrkommandanten (männlich)
    - etc.

    Hin und wieder dürfen ein paar fotogene Sekretärinnen oder Schriftführerinnen im Hintergrund mitlächeln.

    Bei jeder Messe, bei jeder Firmenvorstellung (wenn’s nicht gerade ein Friseur- oder Kosmetiksalon ist), ist es ein Mann, der die Firma vertritt. Steht da eine Frau, wird gar nicht erst überlegt, ob *sie* vielleicht diejenige ist, die die Kompetenzen für das Gebiet oder Fach hat, sondern es wird nach dem zuständigen -er gefragt (habe ich selber schon erlebt).

    Wie wäre es, wenn wir mal nicht nur twittern, sondern eine richtige Liste erstellen – am Besten auf Facebook oder so – von all den kleinen und großen Sexismen, die bei uns so alltäglich sind. Egal ob das Tittenfoto auf der neuesten TV-Zeitschrift oder dem neuesten blöden Spruch unserer Politiker.

    Vielleicht kommt dann doch endlich mal das 21. Jahrhundert auch nach DE.

  6. Max

    das Sexismus ein strukturelles Problem ist

    Ich finde diesen Punkt sollten wir viel mehr in den Mittelpunkt rücken.

    Dadurch das die Werbebranche und andere extrem mit “Sex Sells” durchsetzt sind, werden den Menschen tagtäglich objektifizierte Frauen (und Männer) vor Augen gehalten. Das ist quasi Autosuggestion für Sexismus. Viele Erwachsenen können damit umgehen. Für Kinder und Jugendliche finde ich das aber schon bedenklich. Besonders während der Pubertät sind sie für solche Dinge sehr empfänglich und ob sie das dann alle schon ausreichend reflektieren können bezweifle ich stark. Als Eltern kann man vielleicht einen Teil abfangen aber dafür muss erst einmal ein Problembewusstsein vorhanden sein.
    Es sind nicht nur junge Männer davon betroffen es gibt auch etliche junge Frauen die sich gern als Objekt behandeln lassen.

  7. Tristan

    Hallo vielen Dank für deinen Artikel, sehr gelungen und vor allem einer der wenigen Artikel, die differenzieren!

    Ich verfolge die Debatte seit den Anfängen und bin schockiert über einige Erfahrungsberichte und finde gut und richtig, dass nun etwas gegen Sexismus unternommen wird.
    Aber leider stelle ich immer wieder fest, dass vieles durchmengt und vermischt wird. So ist, zumindest für mich, Sexismus eine Art des Denkens (und Handelns), welcher gezielt Frauen (oder Männer) erniedrigen und herabsetzen soll. Er reiht sich somit ein in die Misogynie, der Frauenfeindlichkeit.

    Jedoch werden in dieser Debatte auch sexuelle Beleidigungen, schlechte (teils idiotische) Komplimente und sexuelle Belästigung als Sexismus benannt. Dies ist allerdings nicht ganz richtig. Denn damit unterstellt man allen eine frauenfeindliche Grundhaltung.
    Die 3 aufgezählten Handlungen entsprechen keinen guten Manieren, nein, sie sind verletzend und beschämend. NIEMAND sollte sich so verhalten, das gilt für Männer, wie auch für Frauen.

    Die sexuelle Belästigung ist unter keinen Umständen zu dulden, genau wie der Sexismus! Das spricht nämlich tatsächlich dafür, dass die handelnde Person das Opfer zum Objekt degradiert.
    Mit Beleidigungen und Anmachen muss jeder umgehen können. Dies ist ein Grundproblem der modernen Gesellschaft, dass jeder meint jeden beleidigen zu müssen.
    Der private Sektor ist nicht von sexuellen Themen und Anspielungen zu befreien. Doch der professionelle berufliche Rahmen sollte weitgehend frei davon sein.
    Das heißt keine sexuellen “Witze”, keine Anspielungen und besonders keine Handlungen. Für Frauen heißt dies leider auch keine aufreizende Kleidung, Professionalität und Abstand, ohne Reize zur Schau zu stellen.

    Letztendlich ist der verwurzelte Sexismus, die Herabsetzung von Frauen, ein großes Problem, welches nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.
    Es sollte jedoch auch die Gegenseite wahrgenommen werden. Der fußfassende Männerhass (Misandrie) schadet genauso wie der altbekannte Frauenhass. Auch Männer haben unter Seximus zu leiden! Sehr schade, vor allem für den guten und richtigen Feminismus ist, dass er durch diese Ansichten korrumpiert wird und wurde. Ich hoffe alle Leser verstehen, dass ich den Feminismus gut finde, aber nicht den Männerhass der teilweise drin versteckt ist

    Zurück zum Sexismus:
    Besonders kritisch sehe ich bekannte “Scherze” und Vorurteile, bzw. Bilder.
    Bei Frauen:Alle Frauen gehören in die Küche; können nicht einparken, können nicht mit Technik umgehen, etc. .
    Bei Männern:Alle Männer sind einfältig, sexbesessen, frauenhassend (!), gefühlskalt, etc. .

    Mein Fazit lautet daher, dass der Sexismus ein großes Problem ist, welches darauf fußt, dass eine negative Verallgemeinerung des gesamten Geschlechts dieses herabwürdigt.
    Ich rufe auf gegen Misogynie UND Misandrie zu kämpfen, denn beide sind destruktiv und führen zu schändlichen Verhaltensweisen!

  8. Pingback: Statt vieler Worte lieber eine Linkliste und Tweets zu #aufschrei > Social Media > aufschrei, Sexismus, Twitter

  9. Danke sehr, ich werde seit dem Wochenende regelmäßig gefragt, ob man(n) Frauen noch auf die Brüste schauen darf und noch bevor ich überhaupt zu einer Antwort ansetzen kann, wird mir allerdings sofort erklärt, warum es eigentlich nicht interessiert.
    Und ich bin in der Debatte noch nicht einmal aktiv!

    Ich hoffe, dass sich die Gemüter bald beruhigen und man dann auf einer vernünftigen Ebene diskutiert.

  10. Pingback: #Aufschrei im Bücherregal und im Kinderzimmer – Astrodicticum Simplex

  11. Steffmann

    Schöne Beschreibung der Verhältnisse. Der Sexismus ist existent, ohne Frage. Und die Leugner sind meist genau die Tempelritter, die bis dato am meisten davon profitiert hatten.

    Der letzte Punkt war der Brüller. Danke dafür ;-)

  12. Pingback: Artikelsammlung #Aufschrei | zeitrafferin

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  14. Pingback: Endlich werden die Täter genannt | Der Aufschrei

  15. Das eine scheint mir die männliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Zuhause, in den Büros … und draußen, in den Bars zu 99% unter Alkoholeinfluß.

    Das andere ist aus jedem Pfiff ein Problem zu machen. Und das sage ich als Vater einer Tochter. Ich möchte, dass meine kleine wehrhaft ist, selbstbewußt, sich schon im Kindergarten nichts von den wilden Jungs gefallen ist, möglichst nicht viel mit Alkohol zu tun hat und Ihre Würde und Integrität höher hängt als einen verflixten Job oder eine blöde Karriere. Ich denke, das ist machbar.

  16. Giliell

    “Ich will keine amerikanischen Verhältnisse, wo ich nicht alleine Fahrstuhl fahren kann, ohne danach verklagt zu werden.”
    Tja, ich möchte eigentlich nur in Ruhe Fahrstuhl fahren. Ich möchte nicht ständig Tür und Mitfahrer im Auge behalten müssen.
    Ich möchte weder die Meinung meines Mitfahrers über meinen Busen/Po/sonstewas hören müssen noch gute Miene zum bösen Spiel machen müssen weil ich nicht weiß wie der Typ dann reagiert (und ja, ich wurde schon im Fahrstuhl bedroht).

    “Ich finde es doof, dass Männer jetzt unter Generalverdacht gestellt werden. Was soll das?!”
    Wie sagt eine Freundin von mir immer: Ich hab nichts gegen Männer, ich hab was gegen Arschlöcher. Nicht mein Problem wenn du das nicht unterscheiden kannst.

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