Wir basteln uns einen neuen PC

Vorbemerkungen

Nach langem Überlegen und Grübeln entschloss ich mich vor ein paar Wochen dazu, mir mal wieder einen PC zuzulegen. Macbooks sind schön und gut, doch für Office und Gaming nun eben doch nicht ausreichend.

Bei der Zusammenstellung war schnell klar: es sollte ein PC werden, der ein paar Jahre stabil läuft, auf dem ich aktuelle Spiele ohne Problem spielen kann (und auch die der nächsten Zeit) und mit dem ich unkompliziert arbeiten kann. Für andere Ansprüche können bzw. sollten natürlich die Teile variiert werden – für manche reicht z.B. eine weniger starke Grafikkarte, während die von mir gewählte für andere nicht ausreichend sein kann. Usw. usf. Ich hatte zum Glück tatkräftige Beratung, die geduldig alles erklärt hat und mir beim Zusammenstellen geholfen hat.

Nachdem wir alle Teile bei Alternate rausgesucht hatten, begann der große Preisvergleich. Die Teile alle über Amazon zu bestellen wäre etwa 200 Euro teurer gewesen (Alternate: 100 Euro) als sie bei den jeweils günstigsten Anbietern zu bestellen. Da ich aber nicht bei sechs verschiedenen Shops ordern wollte, beschränkte ich mich auf hardwareversand.de und Mindfactory. Letztere hatten bei der Bestellung angeblich alles auf Lager, ich musste jedoch fast zwei Wochen warten bis dann die Teile letztlich eintrafen. Wer es gerne schneller hätte und das extra Geld entbehren kann/will, der kann dann auch alles direkt bei Alternate kaufen. Von Amazon rate ich ausnahmsweise ab, da 1) die Produktbeschreibungen gefühlt oft irreführend sind und 2) die Preise erheblich teurer sind als bei Fachportalen. Schade.

Mein Setup

Prozessor: Intel® Core™ i7-4770K
Mainboard: GIGABYTE GA-H97-D3H
RAM: G.Skill DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit
Netzteil: be quiet! Pure Power L8 600W
Kühler: be quiet! Dark Rock Advanced C1
Grafikkarte: ASUS R9 290-DC2
SSD: Samsung 850 Pro 2,5″ 128 GB
HDD: Western Digital WD10EZEX 1 TB
Gehäuse: Fractal Design Define R5 Black

Bei den Festplatten war die Idee dahinter einfach eine schnelle SSD fürs Betriebssystem (und ggf. anspruchsvolle andere Programme) zu haben, und eine klassische Festplatte für meine Daten. Sowohl bei Kühler als auch Netzteil hatte der Freundeskreis gute Erfahrungen mit be quiet, und zu großer Freude hört man so gut wie nichts. Gerade weil die Grafikkarte so groß ist (und je nach Reviews auch mal sehr heiß werden konnte) achtete ich bei der Zusammenstellung und auch beim Zusammenbau sehr darauf, eine gute Kühlleistung zu erzielen und ein Netzteil zu ordern, dass später noch Luft nach oben lässt. Die Grafikkarte war in der Tat die schwierigste Entscheidung. Doch um erst mal ein paar Jahre gut spielen zu können, fiel die Wahl dann doch auf die ASUS R9. Und zu guter Letzt das Gehäuse: ich war selten so verliebt in Hardware wie hier. Fractal Design macht einfach wirklich gut verbaute Gehäuse, die nicht nur lauter nützliche Komponenten besitzen sondern auch noch gleich mit unzähligen Slots für Festplatten und Kühler kommen. Da bekommt man gleich Lust, den PC in der Zukunft noch auszubauen…

Das Resultat

Ich bin sehr zufrieden. Es läuft alles reibungslos, ich habe ungeahnte Möglichkeiten zu zocken, auch mehrere Programme simultan sind kein Problem, und alle möglichen Plug-Ins funktionieren. Ein bisschen ungewohnt nach so langer Mac-Zeit ist das ständige Herunterfahren und Neu Starten bei Updates, aber nun gut. Spätestens seitdem ich Office wieder normal nutzen kann, frage ich mich, warum ich mir nicht schon viel früher wieder einen ordentlichen PC angeschafft habe. Auf hoffentlich viele schöne Jahre mit dem Baby <3

 

Bild: Fallada Schreibmaschinebenniebunnie (CC BY 2.0)

  • Was für ein Tier. :)

    Ich habe mir vor kurzem einen ähnlichen Rechner zusammengestellt – Grafikkarte, Prozessor, Arbeitsspeicher und Kühler jeweils eine Nummer kleiner, weil mein Geldbeutel nicht mehr hergibt, aber im Alltag merkt man davon selten was: Die meisten Spiele laufen exzellent auf höchsten Einstellungen und das Tempo beim Erledigen der Alltagsarbeit ist einfach großartig. Nur die billigen Gehäuseläufter sind mir zu laut – wobei ich die bisher nicht ausgetauscht habe, weil mein Gehör das die meiste Zeit über ziemlich gut ausblendet. Mit dem Rechner habe ich erstmals seit zehn Jahren überhaupt kein OS X mehr im Einsatz – und bisher hab ich’s keine Sekunde vermisst.