Post:publica

rp13

Wow, was für ne Woche. Es ist jetzt Sonntag und ich bin immer noch etwas kaputt. Konferenzen sind ohnehin mental, emotional und körperlich anstrengend, und mit den zwei Vorträgen war es nicht unbedingt einfacher. Es war aber auch sehr schön, und weil ihr mich immer wieder fragt versuche ich hier mal einen Masterpost mit allen Vortrags- und Interviewmaterialien zu machen.

Vorher aber ein bisschen Resümée, wen das nicht interessiert, einfach überspringen.

Für mich war es ja erst die zweite re:publica überhaupt, und ich finde vorab erst mal, dass sie dieses Jahr schon thematisch viel weiter gestreut war als 2013. Weiterhin waren die Speaker_innen in meinem Gefühl diverser, mich haben viel mehr Talks angesprochen, und von denen, mit denen ich sprach, teilten viele diesen Eindruck. Das aber nur ganz persönlich. In Sachen Netzaktivismus und Netzpolitik tut es uns allen glaube ich etwas gut, sich mal links und rechts abseits der bekannten Diskurse zu bewegen. Was immer ein bisschen fehlt, ist Zeit, daraus jetzt etwas zu basteln – also so etwas wie ein vierter Tag, an dem dann ein Barcamp stattfindet, an dem sich Gruppen zusammen finden um Anregungen aus den Talks und Workshops weiter zu entwickeln und Handlungen abzuleiten. Klar, es gibt Workshops parallel, die sind aber angesichts der harten Konkurrenz bei den Talks jedoch immer bittersüß.

Wie jedes Jahr konnte ich nicht alle treffen, die ich treffen wollte, und das mit dem Feiern übe ich auch noch mal. Julian hat an anderer Stelle darüber geschrieben, wie man auf Konferenzen schnell den zwischenmenschlichen Überblick verliert, und ich konnte mich auch dieses Jahr gut wieder finden. Ein bisschen war ich jedoch mental darauf vorbereitet, und das hilft dann auch. Man glaubt es bei mir ja nie, aber ich bin wirklich etwas schüchtern um Menschen rum, und ich muss mich echt überwinden andere zu fragen wo sie sind, ob sie Lust haben XYZ zusammen zu gucken oder was sie abends machen. Letzteres habe ich dann einfach so gelöst, dass ich jeden Abend abgehauen bin. Mal sehen, ob ich für 2015 eine andere Lösung finde.

Inhaltlich will ich gar nicht mehr so viel zur rp sagen, das habe ich schon an anderen Stellen. Von daher….

…zu den Talks…

Get Real, Netzgemeinde

Was mich überrascht hat, war der breite Zuspruch zu meinem Talk zur Netzgemeinde (dort auch Folien). Natürlich habe ich den schon mal so ähnlich bei der openmind 2013 gehalten, und auch schon öfter drüber geschrieben (z.B. hier und hier), und gleichzeitig habe ich trotzdem versucht alles etwas weiter zu spinnen und zu aktualisieren. Der Talk sollte provozieren, zum Nachdenken anregen, und innerlich erwartete ich eher ein „but not ALL Netzgemeinde“, was ja am Rande auch kam, aber im Feedback allgemein doch eher unterging. An dieser Stelle danke für all den Support und ein großes Bedauern an alle, die nicht mehr reingekommen sind – das Feedback zur Raumgröße und Audioqualität müsstet ihr jedoch an das re:publica Team richten, und nicht an mich ;). Matthias hat die Audiodatei ein bisschen aufgemöbelt, und wenn ihr Lust habt auf Crowd-Transkription, go for it. Ich ergänze dann wo was fehlt. Am Mittwoch Abend war ich dann bei Klub Konkret und den Blogrebellen, und auch da ging es um Netzgemeinde und Co. Es war mir ein Fest, und nächstes Jahr bleibe ich auch auf mehr Tassen Bier (in meiner Tasse war btw erst Alster, dann Wasser) – ich habe aber jetzt als Konsequenz beschlossen nicht mehr über Sigmar Gabriel zu sprechen. :D Mit den Lieben von Breitband durfte ich auch noch über die Netzgemeinde sprechen, das ganze findet ihr hier.

I will go down with this ship

Donnerstag Morgen dann der Fandom Talk. Holy Shit, um es mal mit Gerard zu sagen, ich war echt überrascht, dass der Raum voll war. Ich habe mich über all das Feedback gefreut, und ja, die Anregung nächstes Jahr mal etwas tiefer gehend drauf zu schauen nehme ich mit. Das war wirklich alles sehr oberflächlich (halt für Einsteiger_innen) – und 30 Minuten lassen nicht so viel Raum für Kritik wie gewollt. Eins noch, die Dub/Non-Con Sache war nicht explizit auf männliche Pairings bezogen, und außerdem erhielt ich im Nachhinein den Hinweis, dass Dub/Non auch zur Verarbeitung eigener Traumata benutzt wird. Das war mir an der Stelle nicht bewusst, und sollte noch mal wichtig ergänzt werden. Danke auf jeden Fall an die zwei Damen, die mich nach dem Talk ansprachen :) Auf der Seite meines Talks findet ihr die Präsi sowie das Video vom Vortrag. Außerdem habe ich mit Radio Trackback über Fandoms gesprochen und mit dctp ebenfalls.

Ich hab noch mehr Interviews und Gespräche geführt, und ich verlinke dann noch nachträglich, wenn ich was finde.

Danke noch einmal an alle, für eure Zeit, euer Feedback, für Akkupacks und Unterhaltungen, für Rumgegeeke und Witzeleien, für geliehene Jacken und freigehaltene Plätze. <3